
© Foto: Wella Koleston
Das Färben der Haare bei Mann und Frau ist nicht erst seit gestern bekannt und geschätzt – die Haarfarbe und die farbliche Behandlung der Haare blicken auf eine lange Tradition zurück. Diese Seite gibt Aufschluss über die Färbepraxis unserer Vorgänger aller Epochen. Auf dieser Seite geht es um die Geschichte der Haarfarbe, die verschiedenen Erfindungen um Haare Aufzuhellen und zu Färben. Von den Anfängen im Alten Ägypten über das finstere Mittelalter bis hin zu den Blondienen wie Marylin Monroe und den modernen Haarfarben von heute und morgen . . .
Haarfarbe im alten Ägypten
Gräberfunde aus Ägypten und Persien beweisen, dass bereits zu dieser Zeit Mittel und Methoden zur Haarfärbung bekannt waren. Auf altägyptischen Gemälden wird oft der Bart der Männer farbig hervorgehoben. Der Hennastrauch, war das Färbemittel der ersten Wahl. Man mischte auch bereits andere Substanzen hinzu, um z.B. ein Rot oder Blau des Bartes zu erhalten. Wissenschaftler vermuten sogar, dass graue Haare bereits im alten Ägypten nicht als schön galten und so erfand man anscheinend die verschiedensten Farbrezepturen.
Ochsenblut als Haarfarbe
Beispielsweise wurde das Blut einer schwarzen Kuh, Schildpatt und der Hals eines „Gagbu-Vogels“ in siedenedem Öl gekocht, um Farbstoffe oder Farbstoffvorstufen zu erhalten. Dieser Sud ließ graues Haar wieder pechschwarz werden. Auch Roms Pasten zum Haarschwärzen waren nicht appetitlicher. Ein Altrömisches Rezept, spricht von Zutaten wie: Blutege, reinem Essig und Pflanzenteilen, die allesamt dann 60 Tage ziehen mussten. Der Friseur der Antike empfahl auch, während des Auftragens, den Mund mit Öl zu füllen, da sich sonst auch die Zähne schwärzten. Diese neuen Farbtrends, so ekelig und komisch sie auchklingen, begeisterten die römischen Frauen.
Rom – Hauptstadt der “Blondinen”
Zur Zeit der germanischen Kriege wurde blondes Haar gar zum Sexsymbol. Tacitus, ein römischer Feldherr schilderte die Wirkung, des blonden Haares der Germaninnen, auf die römischen Legionäre, als diese germanischen Boden betraten. Römerinnen mussten nun konkurrenzfähig bleiben um mit den germanischen, blonden Schönheiten mithalten zu können. Mit Hilfe eines gallischen Rezepts aus Buchenasche, Seife und Quittensaft, blondierten sie ihr schwarzes Haar, jedoch fehlte es an der Haarfestigkeit und die Haare fielen nach dieser Prozedur oft aus. Das Haar imit Hilfe der Sonne bleichen half nicht. Man behalf sich mit blonden Perücken aus Echthaar. Blondes Haar war ein beliebter und teurer Handelsartikel zu Caesars Zeiten. So mussten oftmals blonde Sklavinnen herhalten, denen das Haupthaar geschoren wurde, um die Perücken für die römische Frau von Welt herzustellen.
Farbe aus Pflanzen – damals wie heute gefragt
Mit Haarfärben hatten die Frauen im Mittelalter weniger Probleme, da sie ihr Haar unter großen Hauben verstecken musste. Erst ab dem Spätmittelalter sind wieder Berichte über Haartinkturen überliefert. Experimentiert wurde auch mit pflanzlichem Puder, das als Farbe am Haar haften sollte. Um dem Puder Halt zu geben, mussten die Haare stark eingefettet werden, was sich als Nachteil herausstelle, da Fett ranzig wird und stark riecht.
Die Renaissance brachte die Wende in der Haarfärbekunst. Durch die aufblühende Naturwissenschaft beschäftigte man sich mit dem Phänomen Farbe und es kam zu ersten Rottönen und natürlich „Tizian“, eine Erfindung des gleichnamigen Malers. Die modischen Venezianerinnen trugen weiterhin blondes Haar, das sie sich, mit täglichem Sonnenbaden auf speziellen Balkonen ihrer Häuser, bleichten. Der Maler Sandro Botticelli verewigte im Bild „Geburt der Venus“ die Schönheit der blonden Frau. Modell stand Simonetta Cattaneo Vespucci.
Im Barock wurde nur die Perücke gefärbt, wenn sie nicht schon farbig war. Genauso ausgangs des Mittelalters, wo man Pomade und Puder verwendete. Das Haar wurde einmal monatlich neu gefettet und gepudert, nicht gewaschen. Der starke Geruch wurde mit Duftpudern oder Moschus überdeckt.
Rotblondes Geheimnis
Europas neue Trendsetterin im 19. Jahrhundert war Eugenie. Sie war rotblond, spanischer Abstammung und Napoleons Frau. Frankreichs best gehütetes Geheimnis war das Rezept ihrer Haarfarbe, gebraut aus verschiedenen Kräutern. Venedigs Damen brachten in dieser Zeit eine ätzende Lösung vor dem Sonnenbad auf, um eine noch goldenere Wirkung zu erzielen. Überliefert sind auch die Inhaltsstoffe einer Fertig-Färbepaste: Magnesia-Bisulfat und Kalk. Der Hersteller warnte, dass die Haare mitsamt der Kopfhaut und Gehirn weggebrannt werden könnten. Anfangs der Neuzeit ließen sich auch englische Frauen nicht abschrecken und verwendeten eine Mischung aus Gold, Arsen oder Cadmium um goldenes Haar zu erzielen. Ab und zu auch mit tödlicher Wirkung, durch das Speichern der Gifte im Körper.
Giftige Mischungen
Eine eigenartige Theorie war die Annahme, dass durch Eisenüberschuss dunkles Haar entsteht und man dieses Eisen im Körper mit Säure neutralisiert und schon seien die Haare hell. Dieses hochgiftige Gemisch aus Wasser und einer Unze Oxalsäure, sollte man so oft verwenden, „bis die Säure anfängt, die Haut anzugreifen”. Hollywoods Gerüchteküche meldete, dass Ronald Reagan, jahrelang sein graues Haar mit Grecian 2000 pflegte, das angeblich nicht mit scharfen Chemikalien arbeitete, sondern „das Haar ganz sanft und behutsam überredet, seine natürliche Farbe wieder anzunehmen”. Das „sanfte Überreden” besorgte der Inhaltsstoff Bleiacetat. Das Produkt Grecian 200 ist immer noch erhältlich. Hier ein Auszug aus dem Öko-Test Sonderheft 23, Kosmetik, Teil 1, 1997. Test: Haarfarben, erschienen am 09.06.1997.
Ein anderes Färbemittel, das der „Färbefachmann” im Friseursalon Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 50er Jahre verwendete war die „Metallsalzfarbe“. Haarfarbe waren hier Metallsalze, Silbernitrat für dunkelbraun bis schwarz, Kupfersulfat für hellbraun, Kobaltnitrat für Kastanie, Mangansulfat für braun und Nickel- und Kupfersulfat für dunklere Nuancen. Als Entwickler war oft Natriumsulfit beinhaltet. Bei Luftkontakt begann dann die Färbung des Haares. Ammoniak wurde auch schon verwendet. Bei zwei Lösungen wurde das Haar mit den Salzen vorbehandelt und danach mit Entwicklerflüssigkeit betupft. Bei längerer Behandlung bekam das Haar einen grün-metallischen Schein. Für Rot wurde Henna mit Metallsalzen verwendet. Sogenannte „Henna-Rastiks” wurden damals in Frauenzeitschriften zu Heimbehandlungen angepriesen. Nach einem Guss mit 1%igem Wasserstoffperoxid wurde die volle Wirkung sichtbar. Um 1861 entdeckte der Chemiker Hofmann Paraphenylendiamin, das durch Oxidation einen dunklen Farbstoff bildete.
Dafür bekam er 1888 ein Patent für ein „Verfahren zum Färben von Haaren und Federn”. 1906 verbot man den stark hautreizenden Stoff jedoch direkt wieder. Um die Jahrhundertwende kamen die ersten industriell hergestellten synthetischen Farben auf den Markt, die als Oxidant Wasserstoffperoxid beinhalteten. Zu dieser Zeit unternahm man auch erste Versuche mit Blondierung mit H2O2.
Wasserstoffbomben
Die zwanziger und dreißiger Jahre prägten die „Wasserstoffblondinen“ wie Lilian Harvey oder Jean Harlow. Zusätzlich kam ein ammoniakhaltiges Pulver auf den Markt, das den Haaren auch Farbpigmente entzog. Oxidationshaarfarben schafften den Durchbruch in den vierziger Jahren. Ein 1934 zum Patent angemeldete Rezeptur der Ströher-Werke, ging in den Kriegswirren unter. Wella brachte 1949 auf diesem Patent basierend die erste Haarfarbe namens „Koleston“ auf den Markt. Koleston beinhaltete gleich Pflegestoffe, um Strukturschäden auszugleichen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Tönungen, Haarfarben, Colorationen auf dem Markt.
Ammoniak und andere Verdächtige
Seit den 50er Jahren hat dann auch die Entwicklung der verschiedensten Haarfarben, Pigemente und Färbemethoden rasant zugenommen. So kann der Kunde bzw. Endverbraucher heute kaum noch unterscheiden, wo der Unterschied liegt. Tönung, Coloration, Intensivtönung, Haarfarbe, Aufheller, Hellerfärbung, Tönungswäsche – dem Erfindungsgeist von Firmen wie Loréal und Wella sind hier kaum Grenzen gesetzt.
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Porträt der Simonetta Vespucci
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Unsere Themen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mir die Themen angeschaut.
Ich werde mich in Zukunft damit beschäftigen.
Mein Grundeinkommen werde ich damit nicht erwirtschaften.
Ich habe einen BIZ – Informationstag besucht und befinde mich in Bewerbung als Büromitarbeiterin.
Mit freundlichen Grüßen
Christin Kaletka
hey,
ich hab da mal eine frage wegen der färbung!!
färbe mein haar schon seit ein paar jahren..egal was für eine farbe od tönung beim friseur bekam, ging alles bei mir immer mehr in die rötliche richtung..das liegt an meinen vielen rotpigmenten_leider_!! hab jz ein dunkelbraun in meinen haarspitzen von der restlichen farbe!! am ansatz ist jz eine tönung von GOLDWELL 6B und 5NN!!ich hätte nur so gerne mal eine braune farbe OHNE ROTSTICH!! mein naturhaar ist dunkelblond!! ich würde auch weiter gerne zu meiner friseurin gehen..die aber nur GOLDWELL produkte haben..mir kommt vor da gibts nur so rötliche farben!! wiell ja nur ein schönen braunton ohne rotstich, aber nicht zu dunkel..kann mir irg wer heeeelfen????:S
ganz liebe grüße
bini
hallo
ich habe meine haare gestern rot gefärbt und es schaut wirklich schrecklich aus ich wollte frage ob ich mir morgen einfach eine hellbraune Farbe kaufen kann und darüberfärben kann?
Hallo….
und kam auf den Irren Gedanken mir die haare feuerrot zu färben 
Ich habe ein grosses Problem!…habe immer hell blondiertes haar gehabt (naturhaarfarbe:Dunkelblond)…nun steckte ich gerade in der probierphase
….habe jetzt bestimmt schon 3 verschiedene Tönungen (Directions:poppy red,vermillion red, rubin) aufgetragen, damit es einigermassen vernünpftig aussieht….aber “i want back to blond) möchte unbedingt mein schönes helles blond zurück….kann ich da irgendetwas machen????bitte einen supertipp….bei den promis geht es doch auch ohne lange übergangsphase????
du musst dir die haare genzoft und mit viel spülung und shampoo rauswaschen!!